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Eddies (manchmal etwas zickige) Lieblinge: Simson Schwalbe
Die erste Schwalbe war gleichzeitig Liebe auf den ersten Blick. Sandra bekommt schon bald die Nervenkrise, wenn eine defekte Schwalbe mit hängenden Blinkern, defekter Technik und lädiertem Äußeren auf den Hof geschoben wird. Sie weiss genau, dass ich bei keiner Schwalbe nein sagen kann.
Der Fahrzeugbestand am 28.11.2009:
1 x KR 51/1 mit Fußschaltung (seit Juni 2010 endlich fertig)
Es gab folgende Schwalbe-Typen:
Diese beiden Grundmodelle der Rollertypreihe sind mit Federbeinen mit Reibungsdämpfung ausgestattet. Zur äußeren Kennzeichnung dienen die Farben sandgrau und blau. Die Getriebeschaltung erfolgt durch einen Schaltdrehgriff auf der linken Lenkerseite oder wahlweise durch Fußschaltung mittels einer Schaltwippe. Insgesamt wurden von diesem Typus 375.000 Stück gebaut. Der Einzelhandelsverkaufspreis (EVP) dieser Modelle betrug in der DDR 1265,- Mark.
Bei dieser Komfort-Variante des Kleinrollers mit einer Auflage von 185.000 Stück wurden für die Radfederungen erstmals hydraulische Zweikammerdämpfer eingesetzt. Der Fahrkomfort erhöhte sich dadurch erheblich, da die Bodenhaftung der Räder deutlich verbessert werden konnte. Ferner bietet eine verlängerte Doppelsitzbank günstigere Voraussetzungen für den Soziusbetrieb. Die Fahrzeuglackierung dieses Modells erfolgte in saharabraun und atlasweiß. Der Ladenpreis (EVP) des Rollers KR 51/1 K lag bei 1350,- Mark.
Diese von 1968 bis 1980 in einer Stückzahl von 44.600 produzierte Roller-Sonderausführung besitzt als wichtigstes Unterscheidungsmerkmal eine halbautomatische Fliehkraftkupplung zum Anfahren. Während des Gangwechsels wurde diese Kupplung beim Betätigen der Schaltwippe auf mechanischem Wege automatisch mit getrennt. Ferner wurden die Lichtleistung des Scheinwerfers auf 25/25 W erhöht, die Zündspule außerhalb des Motors angeordnet und vorn wie hinten hydraulisch gedämpfte Federbeine eingebaut. Die Schutzhülsen der vorderen Dämpfer waren hier verchromt. Die Lackierung erfolgte zunächst in olivbeige, später in signalrot. Der Einzelhandelsverkaufspreis für dieses Modell betrug in der DDR 1.400,- Mark.
Der Grundtypus KR 51/2 wurde ab ca. 1975 von den Suhler
Fahrzeugwerken entwickelt. Die Serienfertigung war ursprünglich für 1977
vorgesehen, musste aber mehrmals verschoben werden. Gefertigt wurde der Typ dann
von 1980 bis 1986. Die KR 51/2 war mit einem 2,72 kW-/3,7-PS-Motor ausgestattet.
Der für die Simson Baureihe S 51 entwickelte Motor M531/541 konnte jedoch erst
durch eine Rahmenänderung in die Schwalbe übernommen werden (Wegfall des
Mittelstegs durch die nicht mehr nötige Aufhängung des Zylinderkopfs, dafür
zusätzliche Verstärkungsbleche an der hinteren Motoraufhängung). Er besitzt
reibungsgedämpfte Federbeine und Fußschaltung. Verbaut wurde jetzt bei allen
KR51/2 nur noch die längere Version der Sitzbank wie bei der KR51/1K, was den
Fahrkomfort für den Sozius verbessert. Die Elektronikbauteile wurden unter das
vordere Abdeckblech verlegt, der vorher dort sitzende Luftfilter sitzt jetzt
direkt vor dem Vergaser, lediglich das Ansaugrohr für die Luft bleibt weiterhin
unter dem Knieblech. Weiterhin wurde die Abgasanlage auf die rechte
Fahrzeugseite verlegt. Damit wurde auch die Verbrennungsgefahr für die
Rollerfahrer wegen der meist von links erfolgenden Fahrzeughandhabung beseitigt.
Als Nachfolgemodell der KR51/1-Serie besitzt die KR51/2-Serie erstmals einen
fahrtwindgekühlten Motor. Auch lichttechnisch wurde die Schwalbe verändert.
War das Rücklicht der KR51/1 noch eckig, so wurde dies nun runder und an einem
separaten Halter befestigt. Außerdem wurde die Leistung der Bremsleuchte von 18
auf 21 Watt erhöht. Das neue Rücklicht dieser Schwalbe (BSL 100) wurde vom S
50 übernommen und stammt ursprünglich von der MZ TS. Ab 1983 wurde, wie am S51
und an der MZ ETZ, das größere Rücklicht BSL 122 montiert.
Bei diesem Modell erfolgt die Getriebeschaltung generell mittels Fußschaltwippe in dem Motor M531KFR. Es besaß ein Dreiganggetriebe. Für die Radfederung sind reibungsgedämpfte Federbeine eingesetzt. Der übrige Aufbau entspricht dem des KR 51/1 F. Stückzahl: 90.800. Die Lackierung erfolgte werkseitig ab Juni 1980 in blau und ab Anfang 1984 in saharabraun.
Dieses Modell ist mit hydraulisch gedämpften Federbeinen ausgestattet. Seine Fahrleistung wurde durch den Einbau eines Vierganggetriebes verbessert. Stückzahl: 124.500, Motor M541KFR. Der Einzelhandelsverkaufspreis für dieses Rollermodell lag bei 1755,- Mark. Die Farbgebung erfolgte anfangs in sahara- und später in biberbraun.
In diesem Luxusmodell ist die ebenfalls für den Typ S 51 neu entwickelte wartungsfreie elektronische Zündanlage montiert und dadurch gleichzeitig die Scheinwerferleistung auf 35/35 W erhöht worden. Als Motor wurde der Motor M541 KFR verwendet. Die Farben dieses Modells waren erst kirschrot, später billardgrün.